U-Bahn Karlis Eingebungen

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A klaner Bua, er rennt und locht,
wobei er hot, in’d Hosn gmocht,
die Mutter siehcht’s und sogt, oje,
waunn muass er so, woih nimmer geh.

A junger Bua, er rennt und spüt,
sei Hosn reißt, denn er woar wüd,
die Mutter siehcht’s und sogt dazua,
waunn z’reißt er nix, waunn is a Ruah.

A großer Bua, der is gern furt,
bis er furtziagt, zum aundern Urt,
die Mutter wünscht daunn mehr ois gern,
an schlimmen Buam, denn er is fern.

So wär’s gaunz guat, man is bereit,
fia’d Kinder- und fia’d Jugndzeit,
um so mi’n Buam, mitglebt zu haum,
bevur er is a großer Maunn,

um ois Mutter daunn froh zu sogn,
i hob mein Buam in Liebe ’trogn,
i hob eahm gfiaht, mit Müh ins Lebn,
i waaß, i hob mei Bestes gebn.

Gedicht 500 © Karl Lessiak
U-Bahn Karli aus Wien Floridsdorf