U-Bahn Karlis Eingebungen

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Jo maunchmoi kummt’s
im Oitog vur,
man merkt ois Madl
und a ois der Bua,
man trinkt heit woih,
a Wengerl z’vü,
man red oi des,
des wos ma wü;
so sogn sich maunche,
sie woin a Ruah,
mit den Wortn, nau schauts zu de,
die san net wenig zua,
die san zu laut,
die tan uns stean,
des wos sie sogn,
woin wir net hean.
Obwoih oi die,
scho, so woarn wie wir,
gaunz leicht beschwipst,
durch Wein, Sekt, Schnops und Bier.

So wär’s im Lebn,
doch nur aunständig und fair,
sie sogtn durch sich,
nau und - kummt setzts Eich her,
wos soi’s, des kummt doch do und dort,
no immer, in den bestn Kreisn vur,
heit sats hoit ihr,
a bisserl zua;
mit Wortn, so tän sie jedn
die Woahrheit gebn,
a wir, wir woarn scho beschwipst
in unsern Lebn,
a sogtn sie,
ois die Madln und ois die Buam,
die Fairness zöht,
setzts Eich zu uns dazua.

Gedicht 1362 © Karl Lessiak
U-Bahn Karli aus Wien Floridsdorf