U-Bahn Karlis Eingebungen

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Bist Du a Schwester
im Kraunknhaus,
jo daunn,
daunn brauchst’d a Herz,
denn olle die kraunk san,
die woin es fühn,
oi die, die so gspian,
den Schmerz,
so san die Schwestern
im Kraunknhaus,
symbolisch gsehgn,
in’d He zu hebn,
mit Lobeswortn,
so soi’s passiern,
jo soiche Worte,
die soin sie beriahn.

Drum lossts uns sogn,
des Lob,
oi denen,
die mi’n Herzn höfn,
den Schwestern, den Pflegern,
den Ärztinnen und den Ärztn,
unser Herznslob,
des soin sie gspian
im Herzn drin,
sie bringen die Gsundheit,
mit Herz und Geist,
ois Gewinn.

Lossts uns Menschn,
fühn und a gspian,
gesund zu sein,
is der schenste Gewinn,
er, der doch zöht,
mehr ois des Göd,
im Jetzt der Zeit im Lebn,
so san die Ärzte, die Ärztinnen,
die Schwestern und die Pfleger,
mehr wert
ois olles Göd der Wöt,
sie tan uns Kraunkn,
ois die Engln auf Erdn,
mit’n Herzn,
dem Geist und dem Können,
die Gsundheit gebn.

Gedicht 1683 © Karl Lessiak
U-Bahn Karli aus Wien Floridsdorf