U-Bahn Karlis Eingebungen

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A Gewoitsakt
von an Menschn,
der tuat so maunchn weh,
im zwafochn Sinn,
man füht und gspiat,
den oargn Schmerz,
wobei man denkt, na, net,
in dem is nix drin.

Sei Geist, er wirkt leer,
er bringt uns Gewoit,
er zeigt sich dem Lebn
ois traurige Gstoit,
stott dass er oin gibt,
vernünftig und gscheit,
die Friedlichkeit,
zur Lebnszeit.

Sei Herzerl, es wär
so wach wie a Flaum
und net hoart
wie a Erz,
a Friedlichkeit
und die Liebe,
tät der Mensch gebn,
ois schenstes Glick,
sich söbst, wie a
dem aundern Lebn.

Gedicht 618 © Karl Lessiak
U-Bahn Karli aus Wien Floridsdorf