U-Bahn Karlis Eingebungen

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Die Nochbarn im Gemeindebau,
nau die ziagn o a schene Schau.
Des merkt der Mensch, der’s kräftig heat,
wenn irgndwo foit, a Drum auf’d Erd
und no dazua mit an Geschrei,
wobei er wünscht, waunn is’s vorbei,
waunn hean denn die, mi’n Lärmen auf,
waunn kummen die, denn endlich drauf,
dass aundre doch a Ruhe woin,
die, die sich woin daham erhoin.

Drum sogt er sich, er gheat dazua,
er, der nur suacht, daham sei Ruah.
So bringen laut, die Nochbarsleit,
eahnern Nochbarn, a großes Leid.
A großes Leid, denn sie, sie stean,
den, der oft heat den greßtn Lärm,
den, der sich denkt, jo jetzt is’s kloar,
do schreit und tobt a Offnschoar,
der vüle Lärm, mit dem Geschrei,
des kennen doch nur Offn sei.

Gedicht 185 © Karl Lessiak
U-Bahn Karli aus Wien Floridsdorf